Frenz und Blaschke seit 25 Jahren im Dienst

Auch wenn sie in der Ankündigung als die „Blues-Brothers“ dargestellt wurden; sie sind tatsächlich nicht miteinander verwandt und schon gar nicht Brüder, haben aber sehr viel gemeinsam, nicht nur den Vornamen. Da auch ihre Dienstjahre identisch sind, hatte der Verein für Soziale Integrationshilfen (VSI) zum Doppeljubiläum von Peter Frenz und Peter Blaschke ins Gemeindezentrum St. Viktor eingeladen. Wegen der Baustellen führte nur ein schmaler Gang zum Ziel, aber rund 90 Gäste hatten diesen Weg gefunden. Es war eine eindrucks- und stimmungsvolle Feierstunde mit vielen persönlichen Beiträgen. Pfarrer i. R. Dr. Klaus Johanning, selbst beim VSI ehrenamtlich engagiert, hob das Eintreten für eine eher am Rand stehende Zielgruppe hervor und segnete die Jubilare. Amtsgerichtsdirektor Ansgar Heithoff lobte vor allem die erfolgreiche Netzwerkarbeit.
Peter Frenz nahm seine Tätigkeit im Januar 1999 im Brücke-Projekt auf und begleitet gemeinsam mit seiner Kollegin Alexandra Schmalenbach straffällig gewordene Jugendliche im Rahmen gerichtlicher Auflagen. Als zertifizierter Konfliktberater ist es ihm ein besonderes Anliegen, den „Täter-Opfer-Ausgleich“ als wirkungsvolle Maßnahme in Strafverfahren zur Geltung zu bringen. „Ihm gelingt ein stets respektvoller Zugang und geduldiger Umgang mit oftmals schwierigen jungen Menschen, und er schafft ein kooperatives Miteinander von Berufsgruppen, die sonst nicht eng zusammenarbeiten“, schwärmt Andrea Hosang, Vorsitzende des VSI.
Fast genauso lange beim VSI und ebenfalls gut vernetzt ist Peter Blaschke, der im April 1999 in der ambulanten Erziehungshilfe begann, bevor 2007 der Startschuss für den „Quarterback“ fiel. „Diese Rolle war ihm „auf den Leibe geschrieben“, sich um Jugendcliquen und Szenen kümmern, die an unterschiedlichen Treffpunkten auffällig werden“, so Hosang. „Er hat unzählige Ideen, wie man Probleme angehen sollte, welche Projekte jeweils angesagt sein könnten und bringt sich selbst stets kreativ und kompetent mit ein“, bringt Ulrich Groth, Stellvertretender Vorsitzender, die Fähigkeiten auf den Punkt.
„Ich fasse es mal in einem Satz zusammen: Wir als VSI haben mit Peter Frenz und Peter Blaschke zwei wunderbare Menschen in unseren Reihen, die sehr viel für die Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt getan haben und die auch zukünftig für deren Interessen eintreten, danke“, so die Vorsitzende.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch gelungene Beiträge aus dem Kollegenkreis, wie ein Gedicht, in dem die Bürogewohnheiten der Jubilare aus der Perspektive einer Reinigungskraft „auf die Schippe“ genommen wurden, und einem selbst getexteten Musikstück.

Wie nämlich aus der letzten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das zurückliegende Jahr hervor geht, gibt es erneut einen deutlichen Anstieg bei der Zahl jugendlicher Tatverdächtiger im Deliktbereich „Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornographischer Schriften“ nach § 184b StGB.Wurden hier für 2020 für die gesamte Bundesrepublik noch 9.000 Tatverdächtige unter 21 Jahren beider Geschlechter bei den vollendeten Fällen gezählt, so waren es 2022 insgesamt 18.048 Jungen und Mädchen unter 21 Jahren und somit eine Verdopplung (siehe Bundekriminalamt, PKS 2020 & 2022). In dem überwiegenden Teil der Vorfälle geschieht die Verbreitung dabei nicht aufgrund einer pädosexuellen Motivlage. Vielmehr ist festzustellen, dass in einer Vielzahl von Fällen Kinder und Jugendliche entsprechende Videos, Bilder, Memes oder Sticker an Kontakte oder in Gruppenchats hochladen oder weiterleiten, ohne sich scheinbar Gedanken über den kinder-/jugendpornografischen Inhalt dieser Dateien zu machen.

Elf Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren hatten sich für den zweiten Selbstbehauptungskurs des Vereins für Soziale Integrationshilfen (VSI) Schwerte e.V. angemeldet, der wie im vergangenen Jahr erneut vom Weissen Ring, in Kooperation mit dem Lions Club Schwerte, finanziert wurde. „Wir freuen uns sehr über die finanzielle Unterstützung und somit die Möglichkeit, einen weiteren Kurs zu diesem wichtigen Thema auch in diesem Jahr anzubieten“, so Alexandra Schmalenbach vom VSI.
„Der Tod gehört zum Leben“. So beginnt der gerade herausgegebene Jahresbericht des Vereins für Soziale Integrationshilfen Schwerte e.V. (VSI). Und damit wird ein prägendes Thema angesprochen, das auch verbreitete öffentliche Beachtung gefunden hat, die Sterbefälle im Bereich der Stadtparkszene.
Am 01.08.2022 hat Huu-Tri Nguyen als neue Fachkraft im Präventionsbereich Faktor Ruhr bei uns angeheuert. Wir freuen uns, dass damit alle hauptamtlichen Stellen wieder besetzt sind!
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